Aktuelle Information zur Versorgungslage bei Einweghandschuhen
Die Lage auf dem Handschuhmarkt hat sich in den vergangenen Wochen zugespitzt. Wir möchten Sie als Kunden offen darüber informieren, was gerade passiert, damit Sie nachvollziehen können, warum Preise steigen, Lieferzeiten länger werden und Verfügbarkeiten schwanken können.
Was steckt hinter den Preissteigerungen?
Auslöser der aktuellen Marktlage ist der anhaltende Krieg im Iran und die damit verbundene Sperrung der Straße von Hormus. Diese Meerenge ist unter normalen Umständen eine der meistbefahrenen Handelsrouten der Welt. Seit Ende Februar 2026 ist sie für den Warentransport weitgehend blockiert, mit spürbaren Folgen für die globalen Lieferketten. Wie bereits Spiegel und Bild berichten, können verschiedene Branchen von drohenden Lieferengpässen bei Einweghandschuhen und Schutzkleidung betroffen sein.
Einweghandschuhe werden aus petrochemischen Rohstoffen hergestellt und genau diese Versorgung steht derzeit erheblich unter Druck. Hinzu kommen knappe Frachtkapazitäten, verlängerte Transport- und Seewege sowie unbeständige Beschaffungspreise.
Lieferketten unter Druck: Force Majeure bei globalen Herstellern
Zahlreiche Produzenten aus Südkorea, Singapur, China, Thailand und Taiwan haben seit Anfang März sogenannte Force-Majeure-Erklärungen ausgestellt. Damit berufen sie sich auf unvorhersehbare Umstände außerhalb ihrer Kontrolle. Konkret heißt das: Bereits bestätigte Lieferungen können nachträglich storniert oder nur zu deutlich höheren Preisen neu verhandelt werden.
Zur Verdeutlichung: Butadien, der wichtigste Rohstoff für Nitrilhandschuhe, ist im Preis seit November 2025 um über 170 Prozent gestiegen. Diese gestiegenen Kosten werden entlang der gesamten Lieferkette weitergegeben.
Preisentwicklung der Rohstoffe im Zeitverlauf
Was bedeutet das für Sie?
Wir arbeiten mit Hochdruck daran, Sie bestmöglich zu versorgen. Gleichzeitig möchten wir transparent mit Ihnen sein: Die Situation ist außergewöhnlich und verändert sich täglich.
Das bedeutet:
- Preise gelten nur noch tagesaktuell. Weitere Preissteigerungen sind möglich.
- Verfügbarkeiten und Lieferzeiten können sich kurzfristig ändern oder verzögern.
- Wir behalten uns vor, Bestellungen mit unplausibel hohen Mengen zu stornieren oder anzupassen, damit alle Kunden weiterhin versorgt werden können.
Wir bleiben für Sie da
Wir arbeiten auf Hochtouren, stehen in engem Austausch mit unseren Lieferanten und beobachten die Marktentwicklung laufend. Wir setzen alles daran, Ihre Versorgung so zuverlässig wie möglich zu sichern, und halten Sie auf dem Laufenden, sobald es Neuigkeiten gibt.
Vielen Dank für Ihr Vertrauen und Ihr Verständnis.
Ihr Team von ARNOWA
20. März 2026
FAQ zur aktuellen Marktsituation
Einweghandschuhe, insbesondere Nitrilhandschuhe, basieren auf einer langen petrochemischen Lieferkette. Fällt ein Glied dieser Kette aus, etwa durch gestörte Rohstoffversorgung oder Force-Majeure-Erklärungen von Herstellern, gerät die gesamte Produktion unter Druck. Das führt zu weniger verfügbarer Ware und steigenden Preisen.
Besonders betroffen sind Branchen, in denen Einweghandschuhe unverzichtbar für den Arbeitsalltag sind, z.B. Medizin, Pflege, Labor, Gastronomie und Industrie. Gerade dort, wo ein kontinuierlicher Verbrauch besteht, macht sich die aktuelle Marktsituation stärker bemerkbar.
Planen Sie Ihren Regelbedarf vorausschauend und bestellen Sie rechtzeitig in gewohnten Mengen. Von übermäßigen Bestellungen raten wir ab. Sie verschärfen die Engpässe für alle.
Ja, das ist möglich. Sollte sich die Versorgungslage weiter verschärfen, behalten wir uns vor, Bestellmengen anzupassen. Unser Ziel ist eine faire Verteilung der verfügbaren Ware auf alle Kunden.
Da Preise derzeit tagesaktuell sind, empfehlen wir, direkt bei uns anzufragen. Wir nennen Ihnen den jeweils gültigen Preis zum Zeitpunkt Ihrer Anfrage.
Zusätzliche Quellen:
- Spiegel Online: Iran-Krieg: Lieferengpässe – Einweghandschuhe und Schutzkittel dürften teurer werden
- Bild: Iran-Krieg trifft Kliniken – Handschuhe und Kittel könnten knapp werden