Einweghandschuhe/ Einmalhandschuhe
Einweghandschuhe: Das Wichtigste im Überblick
Wie unterscheiden sich Einmalhandschuhe aus Nitril, Latex und Vinyl?
Einweghandschuhe aus Nitril, Latex und Vinyl haben jeweils eigene Stärken bei Schutz, Tragegefühl und Verträglichkeit. Die folgende Tabelle stellt die wichtigsten Eigenschaften der drei Materialien gegenüber, damit Sie das passende für Ihren Einsatz finden.
Für welche Anwendungsbereiche sind Einweghandschuhe geeignet?
Einmalhandschuhe gibt es in vielen unterschiedlichen Ausführungen, sodass sie in unterschiedlichsten Anwendungs- und Arbeitsbereichen zum Einsatz kommen. Welche Einweghandschuhe Sie für Ihre Branche benötigen, ist in erster Linie abhängig von den geltenden Hygieneanforderungen. Darüber hinaus spielen auch die zu erfüllenden Normen und die zu erwartende Beanspruchung für die auszuführende Tätigkeit eine Rolle bei der Wahl des passenden Einmalhandschuhs.
Für welche Arbeitsbereiche eignen sich Einmalhandschuhe aus Nitril?
Einweghandschuhe aus Nitril eignen sich für viele Branchen, darunter die Medizin, die Pflege, die Lebensmittelindustrie und Gastronomie sowie bei Reinigungen und in Tattoostudios. Denn sie sind latexfrei und beständig gegen Chemikalien, Öle und Fette beständig. Sie werden unter anderem in den folgenden Bereichen gern eingesetzt:
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Einsatzbereich
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Relevante Norm
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Produktempfehlung
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Humanmedizin (Klinik, Arztpraxis, Rettungsdienst)
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EN 455, EN ISO 374-5, EN ISO 21420
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Zahnmedizin und Kieferorthopädie
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EN 455, EN ISO 374-5, EN ISO 374-1, EN ISO 21420
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Tiermedizin
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EN 455, EN ISO 374-5, EN ISO 374-1, EN ISO 21420
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Alten- und Krankenpflege
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EN 455, EN ISO 374-5, EN ISO 21420
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Lebensmittelindustrie
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VO (EG) 1935/2004
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Gastronomie
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VO (EG) 1935/2004
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Reinigungsarbeiten
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EN ISO 374-1, EN ISO 21420
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Chemielabore
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EN ISO 374-1, EN ISO 374-5, EN ISO 21420
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Tattoostudios
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EN 455, EN ISO 374-5, EN ISO 374-1, EN ISO 21420
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Kfz-Werkstätten
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EN ISO 374-1, EN ISO 21420
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Renovierungsarbeiten
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EN ISO 374-1, EN ISO 21420
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Kosmetiksalon und Nagelstudio
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EN 455, EN ISO 374-1, EN ISO 374-5, EN ISO 21420
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Haushalts- und Bastelarbeiten
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EN ISO 21420
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„Der Bedarf unterscheidet sich oft weniger von Kunde zu Kunde als von Bereich zu Bereich. In einer Metzgerei braucht der Fleischer in der Produktion Schürze, Ärmelschoner, Schuhüberzieher, Einweghaube und Einmalhandschuhe – vorne an der Bedientheke sind es beispielsweise nur noch Handschuhe. An Produktionsstandorten ist es genauso: In dem einen Bereich reicht der Einweghandschuh, im nächsten kommt die Einweghaube dazu. Wir gehen deshalb jeden Bereich einzeln durch, statt eine Lösung über den ganzen Betrieb zu legen."
Wer im medizinischen Umfeld arbeitet, greift zum ARNOMED NITRIL BLUE: puderfrei, latexfrei und nach EN 455 zertifiziert.
In welchen Branchen werden Einweghandschuhe aus Latex verwendet?
Latexhandschuhe sind wegen ihres feinen Tastgefühls in vielen Branchen verbreitet, darunter die Zahnmedizin, Tattoostudios, Kfz-Werkstätten und Tattoostudios. Im Umgang mit Lebensmitteln sind Latexhandschuhe allerdings nur bedingt geeignet, nämlich ausschließlich bei fettfreien Lebensmitteln. Kommen Latexhandschuhe mit Fett in Kontakt, können sich Latexproteine aus dem Handschuh lösen und auf die Lebensmittel übergehen.
Nachfolgend finden Sie eine Übersicht zu Einsatzbereichen, für die Latexhandschuhe hervorragend geeignet sind:
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Einsatzbereich
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Relevante Norm
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Produktempfehlung
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|---|---|---|
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Humanmedizin (nur wenn Latexallergie ausgeschlossen)
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EN 455, EN ISO 374-5, EN ISO 21420
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Zahnmedizin und Kieferorthopädie (nur wenn Latexallergie ausgeschlossen)
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EN 455, EN ISO 374-5, EN ISO 374-1, EN ISO 21420
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Tiermedizin (nur wenn Latexallergie ausgeschlossen)
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EN 455, EN ISO 374-5, EN ISO 374-1, EN ISO 21420
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Tattoostudios (nur wenn Latexallergie ausgeschlossen)
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EN 455, EN ISO 374-5, EN ISO 374-1, EN ISO 21420
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Kfz-Werkstätten
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EN ISO 21420
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Haushalts- und Bastelarbeiten
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EN ISO 21420
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Lebensmittelindustrie (nur fettfreie Lebensmittel)
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VO (EG) 1935/2004
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In welchen Arbeitsfeldern sind Einmalhandschuhe aus Vinyl besonders beliebt?
Wegen ihrer weichen, glatten Oberfläche sind Vinylhandschuhe vor allem in der Alten- und Krankenpflege beliebt. Während Latex- und Nitrilhandschuhe an Haut und Körperhaaren ziepen können, fühlen sich Vinylhandschuhe weich an. Daher werden sie gern z. B. zum Waschen von Patienten genutzt.
Im Umgang mit Lebensmitteln sind Vinylhandschuhe hingegen nur bedingt geeignet. Wie Einmalhandschuhe aus Latex auch, dürfen Vinylhandschuhe nicht mit fettigen Lebensmitteln in Kontakt kommen. Vinyl enthält Weichmacher, die das Material weich und geschmeidig machen. Im Kontakt mit Fett können sich diese Weichmacher lösen und auf die Lebensmittel übergehen, was sie verunreinigt und ungenießbar sowie potenziell gesundheitsschädlich machen kann.
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Einsatzbereich
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Relevante Norm
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Produktempfehlung
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Alten- und Krankenpflege (ohne erhöhtes Infektionsrisiko)
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EN 455, EN ISO 374-5, EN ISO 21420
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Hauswirtschaft und leichte Reinigung
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EN ISO 21420
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Kalte, fettfreie Speisenausgabe
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VO (EG) 1935/2004
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Für welche Arbeitsbereiche eignen sich Einweghandschuhe aus Polyethylen?
Einweghandschuhe aus Polyethylen, kurz PE-Handschuhe, können Sie für leichte Tätigkeiten nutzen, bei denen kein besonders hoher Schutz nötig ist. Die Einmalhandschuhe sind die günstigste Variante, flüssigkeitsabweisend und lebensmittelunbedenklich. Allerdings sitzen sie relativ locker.
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Einsatzbereich
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Relevante Norm
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Produktempfehlung
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|---|---|---|
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Bäckerei
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VO (EG) 1935/2004
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SB-Backstationen im Supermarkt
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VO (EG) 1935/2004
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Imbiss und Take-away
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VO (EG) 1935/2004
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Salatbars und Selbstbedienung
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VO (EG) 1935/2004
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„Im gewerblichen Einsatz entscheiden vier Dinge über das Material: die Tätigkeit, die Schutzanforderung, die geforderten Normen – etwa EN 374 beim Umgang mit Chemikalien oder EN 455 im medizinischen Bereich – und die Verträglichkeit für die Mitarbeiter. Diese Punkte gehen wir mit jedem Kunden durch. Wer unsicher ist, bekommt kostenfreie Muster und testet unter realen Bedingungen. Da zeigt sich schnell, wie die Einmalhandschuhe im Alltag abschneiden.“
Für den kurzen Griff zwischendurch, beim Brötchengreifen oder an der Zapfsäule, eignen sich die flüssigkeitsabweisenden ARNOMED POLYGLOVE in der BAG.
Welche Einmalhandschuhe eignen sich für empfindliche Haut und Allergiker?
Personen mit empfindlicher Haut oder Allergieneigung sind mit latexfreien, puderfreien und akzeleratorarmen Nitrilhandschuhen (wie z. B. dem ARNOMED NITRIL XTRA PURE) am besten beraten. Da Nitril frei von Latexproteinen ist und nur wenige Akzeleratoren enthält, sinkt das Risiko für Hautreaktionen deutlich.
Akzeleratoren sind Chemikalien, die bei der Herstellung die Härtung des Materials beschleunigen und bei manchen Menschen auch Hautreaktionen auslösen können.
Speziell für empfindliche Haut eignen sich die ARNOMED NITRIL XTRA PURE. Diese sind latexfrei, puderfrei und akzeleratorarm. Wer bereits auf Latex reagiert oder zu Hautirritationen neigt, findet in diesem Modell eine verträgliche Alternative.
Wer sollte auf Einweghandschuhe aus Latex verzichten?
Auf Latexhandschuhe sollten alle Menschen mit einer Latexallergie verzichten. Vorsicht gilt außerdem bei einer Kreuzallergie. Wenn Sie auf bestimmte Lebensmittel allergisch reagieren, kann es sein, dass Sie auch auf Latex reagieren. Dieses sogenannte Latex-Frucht-Syndrom betrifft unter anderem:
- Banane
- Avocado
- Kiwi
- Pfirsich
- Kartoffel
- Paprika
- Tomate
- Esskastanie
- Feige
- Papaya
Wer auf diese Lebensmittel allergisch reagiert, sollte latexfreie Handschuhe bevorzugen. Weiterführende Information zur Prävention von Latexallergien und zum richtigen Umgang für betroffene lassen sich aus der aktuellen Empfehlung der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) ableiten.
„Eine Latexallergie ist heute kein Grund mehr, auf Tastempfinden zu verzichten. Moderne Nitrilhandschuhe sind so elastisch verarbeitet, dass sie sich anlegen wie eine zweite Haut – das Griffgefühl bleibt erhalten, ohne dass die Reißfestigkeit darunter leidet. Latexproteine sind in Nitrilhandschuhen nicht enthalten. Welches Modell im konkreten Fall passt, klären mein Team und ich gemeinsam mit dem Kunden.”
„Wer auf Latex reagiert, sollte konsequent zu Nitrilhandschuhen greifen, auch bei Kreuzallergien. Im Zweifel klären die Betroffenen das am besten mit ihrem Arzt ab.“
Welche Einmalhandschuhe sind bei Neurodermitis geeignet?
Für Menschen mit Neurodermitis ist es sinnvoll, auf latexfreie, puderfreie Handschuhe zurückzugreifen, wie zum Beispiel den ARNOMED NITRIL WHITE. Sie tragen laut der BGW ein individuell erhöhtes Risiko, eine Latexallergie zu entwickeln. Weil sich unter jedem dichten Einweghandschuh Feuchtigkeit staut, helfen kurze Tragezeiten und bei längeren Einsätzen Baumwoll-Unterziehhandschuhe, die den Schweiß aufnehmen. Diese Empfehlung findet sich auch in der TRGS 401 sowie bei der BGN.
Sind puderfreie oder gepuderte Einweghandschuhe besser?
Im professionellen Einsatz sind puderfreie Einmalhandschuhe die verträglichere und in vielen Fällen auch einzig zulässige Wahl. Das liegt daran, dass gepuderte Einweghandschuhe einige gesundheitliche Risiken verursachen können.
Die folgende Übersicht stellt die Vor- und Nachteile beider Varianten gegenüber.
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Puderfreie Einmalhandschuhe
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Gepuderte Einmalhandschuhe
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Vorteile
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Nachteile
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Welche Vorteile haben gepuderte Einmalhandschuhe?
Gepuderte Handschuhe lassen sich einfacher an- und ausziehen. Sogar mit feuchten oder gar nassen Händen, fällt das Überstreifen gepuderter Handschuhe leicht. Gepuderte Einmalhandschuhe werden aus dem Grund nach wie vor von einigen Menschen bevorzugt. Dabei ist jedoch nicht zu vernachlässigen, dass die Puderung auch gesundheitliche Risiken mit sich bringt. Im medizinischen Einsatz sind gepuderte Latexhandschuhe zudem bereits seit 1998 verboten.
Welche Vorteile haben ungepuderte Einmalhandschuhe?
Ungepuderte Einmalhandschuhe sind hautfreundlicher als gepuderte Modelle. Hinzu kommt ein deutlich geringeres Allergierisiko, besonders bei Latexhandschuhen. Ein weiterer Punkt ist die Zulassung. Für die Lebensmittelindustrie und die Gastronomie kommen ausschließlich ungepuderte Einmalhandschuhe infrage, da sich Puderpartikel auf Lebensmitteln, Arbeitsflächen und Geschirr absetzen können.
Warum ist Puder in Einweghandschuhen problematisch?
Puder in Einweghandschuhen ist vor allem deshalb problematisch, weil es sich beim Ausziehen löst und eingeatmet werden kann. Das Puder erleichtert zwar das Anziehen mit leicht feuchten Händen, löst sich beim Ausziehen aber als feiner Staub und gelangt in die Atemluft. Dort kann es Atemwege und Schleimhäute reizen und Hustenreiz auslösen
Warum sind gepuderte Latexhandschuhe besonders riskant?
Bei gepuderten Latexhandschuhen ist das gesundheitliche Risiko höher, weil das Puder Latexproteine bindet und beim Ausziehen mit aufwirbelt. Atmet eine Person mit Latexallergie diese Proteine ein, kann das bis zu einer schweren allergischen Reaktion führen. Aus diesem Grund sind gepuderte Latexhandschuhe im medizinischen Bereich verboten. In der Lebensmittelindustrie sind gepuderte Einmalhandschuhe ebenfalls untersagt, weil das Puder auf die Lebensmittel übergehen kann.
Welche Vorgaben macht der Arbeitsschutz in Bezug auf gepuderte Einmalhandschuhe?
Damit niemand durch Puder oder Latexproteine gefährdet wird, macht der Arbeitsschutz feste Vorgaben. Die TRGS 401 der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) schreibt für Latexhandschuhe vor, dass sie puderfrei sein müssen und höchstens 30 µg Protein je Gramm aufweisen dürfen. Einweghandschuhe aus Nitril werden darin als verträgliche Alternative genannt. Für professionelle Arbeitsbereiche sind puderfreie Nitrilhandschuhe damit eine verlässliche Wahl.
„Gepuderte Handschuhe waren lange Standard, heute sind sie im professionellen Arbeitsbereich die Ausnahme. Die TRGS 401 hat diesen Wandel mit klaren Grenzwerten begleitet.
Was regelt die EN 455 für Einweghandschuhe in der Medizin?
Die Europäische Norm EN 455 legt fest, welche Anforderungen medizinische Einweghandschuhe erfüllen müssen, darunter Dichtheit, Maße, Reißkraft und Kennzeichnung. Erst diese Zertifizierung macht einen Handschuh zum Medizinprodukt. Medizinische Einmalhandschuhe nach EN 455 erfüllen folgende Anforderungen:
- Dichtheit: Sie sind dicht und weisen einen AQL von mindestens 1.5 auf.
- Genormte Maße: Sie entsprechen festgelegten Maßen für Länge und Breite.
- Reißkraft: Unsterile Latex- und Nitrilhandschuhe halten mindestens 6,0 Newton aus, unsterile Vinylhandschuhe mindestens 3,6 Newton und sterile Handschuhe mindestens 9,0 Newton.
- Kein Talkum: Sie enthalten kein Talkum.
- Erlaubte Pudermenge: Puderfreie Einmalhandschuhe enthalten höchstens 2 mg Puder, gepuderte höchstens 10 mg.
- Endotoxine: Als steril mit niedrigem Endotoxingehalt gekennzeichnete Handschuhe enthalten höchstens 20 Endotoxin-Einheiten.
- Warnhinweise: Sie tragen die erforderlichen Warnhinweise auf der Handschuhbox.
- Lagerung und Haltbarkeit: Sie sind hinsichtlich der empfohlenen Lagerung und der Haltbarkeitsdauer gekennzeichnet.
„Für medizinische Kunden ist die EN 455 die Grundvoraussetzung. Als Hersteller erklären wir die Konformität unserer Handschuhe als Medizinprodukt der Klasse I in eigener Verantwortung. Jede Charge wird noch einmal stichprobenartig geprüft, bevor ein Handschuh in den Verkauf geht.“
Dr. Stefanie Streppel, Senior-Qualitätsmanagerin bei ARNOWA
Was bedeutet die EN ISO 374 für Einmalhandschuhe?
Die Europäische Norm EN ISO 374 legt Sicherheitsstandards fest, die Einweghandschuhe gegen Chemikalien und Mikroorganismen erfüllen müssen. Wer die Hände vor Chemikalien schützen will, sollte auf diese Kennzeichnung achten. Nitrilhandschuhe schützen dabei besser als Latex oder Vinyl. Je nachdem, gegen wie viele Prüfchemikalien ein Handschuh getestet ist, unterscheidet die Norm drei Typen:
- Typ A: schützt gegen mindestens sechs Prüfchemikalien gemäß EN 374-1 für jeweils mindestens 30 Minuten.
- Typ B: schützt gegen mindestens drei Prüfchemikalien gemäß EN 374-1 für jeweils mindestens 30 Minuten.
- Typ C: schützt gegen mindestens eine Prüfchemikalie gemäß EN 374-1 für mindestens 10 Minuten.
Welche Stoffe geprüft wurden, verraten die Buchstabencodes neben dem Erlenmeyerkolben-Symbol auf der Verpackung. Trägt der Handschuh zusätzlich den fünften Teil der Norm (EN ISO 374-5), ist er auch dicht gegen Viren. Wie sich Typen und Codes entschlüsseln lassen, erklärt das Institut für Arbeitsschutz der DGUV (IFA). Eine weiterführende Erklärung finden Sie auch im Beitrag zur EN 374.
Eine wichtige Vergleichsgröße ist außerdem die Durchbruchzeit. Die Durchbruchzeit gibt an, wie lange das Material einer Chemikalie standhält. Im Arbeitsalltag fällt diese Schutzdauer meist kürzer aus als im Labor, da die Handwärme und Umgebungsbedingungen den Durchtritt beschleunigt.
„Beim Chemikalienschutz kommt es auf den konkreten Stoff an. Wir gleichen die geprüften Chemikalien mit dem Arbeitsplatz ab, bevor wir einen Typ empfehlen.“ Dr. Stefanie Streppel, Senior-Qualitätsmanagerin bei ARNOWA
Wo Chemikalien nicht nur an die Hände, sondern auch ans Handgelenk gelangen können, reicht ein Standardhandschuh oft nicht aus. Die ARNOMED NITRIL BLUE XTRA LONG ist mit einem verlängerten Schaft ausgestattet und deckt damit zusätzlich einen Teil des Unterarms ab. Das verhindert, dass Flüssigkeit über den Handschuhrand in den Handschuh läuft, etwa beim Eintauchen in Reinigungslösungen oder beim Umfüllen.
Welche Größe brauchen Sie bei Einweghandschuhen?
Einweghandschuhe gibt es in den Größen XS bis XXL, die passende richtet sich nach dem Umfang Ihrer Hand an der breitesten Stelle. Als Richtwert entsprechen 19 bis 21 cm der Größe M. Sitzt der Handschuh zu eng, schränkt er die Beweglichkeit ein und kann beim Anziehen einreißen. Ist er zu weit, rutscht er und mindert das Fingerspitzengefühl. Schon ein bis zwei Zentimeter Unterschied im Handumfang führen oft zur nächsten Größe, ein kurzes Nachmessen vor der Bestellung ist daher unbedingt zu empfehlen.
Wie ermittele ich die richtige Handschuhgröße?
Für die Messung genügt ein Maßband, ersatzweise eine Schnur und ein Lineal. Halten Sie die Hand dabei entspannt, da eine angespannte oder gespreizte Hand den Umfang verfälscht. Rechtshänder messen die rechte Hand, Linkshänder die linke. Gehen Sie wie folgt vor:
- Führen Sie das Maßband ohne den Daumen um den breitesten Teil der Hand, meist auf Höhe der Fingerknöchel. Es soll locker anliegen, ohne einzuschnüren.
- Notieren Sie den Umfang in Zentimetern und lesen Sie die passende Größe aus der folgenden Tabelle ab.
Die folgende Tabelle zeigt Richtwerte. Die genaue Größe kann je nach Material und Hersteller leicht abweichen.
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Handumfang in cm
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Handschuhgröße
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Unisexgröße
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|---|---|---|
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< 18
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5.5 - 6.0
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XS
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18 - 19
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6.5 - 7.0
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S
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19 - 21
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7.5 - 8.0
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M
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21 - 22
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8.5 - 9.0
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L
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> 22
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9.5 - 10
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XL
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Tipp: Eine ausführliche Anleitung finden Sie auch im Ratgeber zur Handschuhgröße.
Wie benutzen Sie Einmalhandschuhe richtig?
Einweghandschuhe benutzen Sie richtig, wenn Sie sie über trockene Hände anziehen, nur einmal tragen, bei Beschädigung oder Verschmutzung sofort wechseln und Ihre Haut anschließend pflegen. Die folgenden fünf Regeln fassen zusammen, worauf es bei Auswahl, Anwendung und Hautpflege ankommt.
- Regelmäßig wechseln: Einmalhandschuhe sind Einwegprodukte. Tauschen Sie sie aus, sobald Sie einen Riss oder eine Verschmutzung bemerken. Bei Chemikalienschutzhandschuhen nach EN ISO 374 gilt zusätzlich die getestete Durchbruchzeit als Grenze.
- Passendes Material wählen: Nehmen Sie das Material, das Ihre Hände am besten vertragen. Latexallergiker sollten zu latexfreien Handschuhen wie Nitril greifen.
- Hände trocknen: Ziehen Sie Handschuhe nie über feuchte Hände an. Trocknen Sie die Hände nach dem Waschen gut ab und warten Sie nach der Desinfektion, bis das Mittel verdunstet ist, sonst kann es zu Hautreizungen kommen.
- Bei Schweiß häufiger wechseln: Wer zu feuchten Händen neigt, sollte häufiger wechseln, denn die Feuchtigkeit unter dem Handschuh reizt die Haut.
- Hände pflegen: Wer täglich Handschuhe trägt und oft desinfiziert, sollte die Hände regelmäßig eincremen, damit die Haut nicht austrocknet.
Wie ziehen Sie Einmalhandschuhe richtig an?
Einmalhandschuhe ziehen Sie richtig an, indem Sie die Hände waschen und trocknen, den Handschuh auf Beschädigungen prüfen und ihn nur an der innenliegenden Öffnung anfassen, damit die Außenseite sauber bleibt. So gehen Sie Schritt für Schritt vor:
- Waschen Sie Ihre Hände gründlich und trocknen Sie sie sorgfältig ab.
- Entnehmen Sie den Handschuh der Verpackung und prüfen Sie ihn auf Beschädigungen oder Verunreinigungen.
- Berühren Sie nur die innenliegende Öffnung des Handschuhs.
- Führen Sie den Daumen der einen Hand in die Öffnung und ziehen Sie den Handschuh locker über die Finger der anderen Hand.
- Ziehen Sie den Handschuh mit den übrigen Fingern nach oben, ohne zu viel Druck, damit er nicht reißt.
Wiederholen Sie den Vorgang an der anderen Hand.
Wie ist eine sichere Entnahme eines Einweghandschuhs möglich?
Sicher entnehmen Sie einen Einweghandschuh, wenn Sie dabei nur den Handschuh berühren, den Sie tatsächlich verwenden. Passende Handschuhspender finden Sie im ARNOWA-Sortiment. Sie werden an der Wand angebracht und lassen sich immer wieder mit neuen Handschuhboxen auffüllen. Erhältlich sind bei ARNOWA Boxen mit 100 und mit 200 Stück. Darüber hinaus sind PE-Handschuhe zusätzlich im praktischen Beutel erhältlich.
Bei den Haltern haben Sie die Wahl zwischen Acryl und Edelstahl sowie zwischen Spendern für eine einzelne Box und für drei Boxen. Dreifach befüllbare Handschuhspender eignen sich für Praxen, in denen verschiedene Handschuhgrößen oder -farben nebeneinander gebraucht werden. So liegen alle Varianten an einem Ort griffbereit.
Häufige Fragen zu Einweghandschuhen & Einmalhandschuhen
Es gibt keinen Unterschied, die beiden Begriffe bezeichnen dasselbe Produkt. Sowohl Einweghandschuhe als auch Einmalhandschuhe sind Schutzhandschuhe für den einmaligen Gebrauch. Umgangssprachlich heißen sie zudem Gummihandschuhe. Je nach Material bestehen sie aus Nitril, Latex, Vinyl oder Polyethylen (PE).
Einweghandschuhe werden aus Nitril, Latex, Vinyl oder Polyethylen (PE) hergestellt. Jedes Material hat eigene Produkteigenschaften mit Vor- und Nachteilen:
- Nitril: latexfrei, beständig gegen Chemikalien, Öle und Fette, reißfest
- Latex: sehr elastisch, feines Tastgefühl, aber mit Allergierisiko
- Vinyl: weich und günstig, geringere Beständigkeit
- PE: sehr günstig, flüssigkeitsabweisend, sitzt locker
Alle Informationen zu den Vor- und Nachteilen der Handschuhmaterialien finden Sie im ARNOWA-Hygieneportal.
Einweghandschuhe verhindern, dass Ihre Hände in direkten Kontakt mit schädlichen Substanzen kommen. Chemikalien, Bakterien, Viren und ähnliche Stoffe können die Haut angreifen, der Handschuh bildet dagegen eine Barriere. Neben dem Schutz der eigenen Haut dienen Einmalhandschuhe auch dem Produktschutz, etwa im Umgang mit Lebensmitteln.
Einweghandschuhe sollten Sie immer dann tragen, wenn Ihre Hände andernfalls mit schädlichen oder infektiösen Substanzen in Kontakt kämen. Dazu zählen unter anderem:
- Blut
- Exkrete
- kontaminierte Gegenstände und Oberflächen
- Motoröl
- Chemikalien
- Fette
- Feuchtigkeit
Einweghandschuhe müssen gewechselt werden, sobald sie beschädigt oder verschmutzt sind, bei einem Tätigkeitswechsel und beim Übergang zu einer neuen Person. Im Gesundheitswesen gilt das besonders beim Wechsel von unreinen zu reinen Tätigkeiten an derselben Person sowie immer dann, wenn Sie zu einem neuen Patienten übergehen.
Einweghandschuhe sind für den einmaligen Gebrauch bestimmt und werden nur einmal getragen. Eine feste Höchstdauer gibt es nicht, maßgeblich sind Tätigkeit und Material.
Weil sich unter dichten Handschuhen Schweiß staut, sollten Sie sie nur so lange wie nötig tragen. Das ausschließliche Tragen dichter Handschuhe gilt nach der aktuellen TRGS 401 nicht mehr automatisch als Feuchtarbeit. Feuchtarbeit liegt jedoch vor, wenn dazu Wasserkontakt oder häufiges Händewaschen kommt, etwa bei mehr als 15 Händewaschungen pro Arbeitstag. Dann ist arbeitsmedizinische Vorsorge vorgesehen. Die Grundlagen dazu fasst die TRGS 401 der BAuA zusammen.
Beim Chemikalienschutz gilt die Durchbruchzeit als Grenze. Sie liegt laut dem Institut für Arbeitsschutz der DGUV (IFA) in der Praxis oft nur bei etwa einem Viertel der genormten Zeit, weil sich der Handschuh beim Tragen auf rund 33 °C erwärmt.
Einweghandschuhe sind hygienisch, wenn sie richtig verwendet werden, sie ersetzen die Händehygiene aber nicht. Auch mit Handschuhen bleibt die Händedesinfektion vor und nach dem Tragen nötig, weil sich Keime beim Ausziehen auf die Hände übertragen können.
Für die meisten Anwendungsbereiche genügen unsterile Einweghandschuhe. Sterile Handschuhe sind vor allem bei medizinischen Operationen notwendig, da dort ein besonders hohes Infektionsrisiko besteht.
Für den Lebensmittelkontakt eignen sich Nitrilhandschuhe am besten, weil sie als einziges der gängigen Materialien beständig gegenüber Fetten und Ölen sind. Damit sind sie auch für fetthaltige Lebensmittel geeignet, etwa die ARNOMED NITRIL BLUE.
Latex- und Vinylhandschuhe sind nur bedingt lebensmitteltauglich und dürfen ausschließlich mit fettfreien Lebensmitteln in Berührung kommen. Andernfalls können sich Latexproteine beziehungsweise Weichmacher aus dem Handschuh lösen und die Lebensmittel verunreinigen.
In der Gastronomie eignen sich Nitrilhandschuhe, weil sie beständig gegenüber Fetten und Ölen sind und daher auch für fetthaltige Lebensmittel getragen werden können. Verbreitet sind schwarze Modelle wie die ARNOMED NITRIL MIDNIGHT BLACK, auf denen Verschmutzungen kaum auffallen. Achten Sie auf eine Lebensmittelunbedenklichkeitserklärung.
Beim Kochen greifen Sie am besten zu Nitrilhandschuhen, da sie öl- und fettbeständig und damit für den Lebensmittelkontakt geeignet sind. Vinylhandschuhe dürfen dagegen nicht mit fetthaltigen Lebensmitteln in Berührung kommen, weil sich sonst Weichmacher aus dem Handschuh lösen und auf die Lebensmittel übergehen können.
Für medizinische Praxen eignen sich puderfreie Nitrilhandschuhe nach EN 455 mit einem AQL von 1,5, etwa die ARNOMED NITRIL BLUE. Erst diese Zertifizierung macht einen Handschuh zum Medizinprodukt und damit für den Patientenkontakt geeignet.
In der Pflege kommen je nach Tätigkeit sowohl Nitril- als auch Vinylhandschuhe zum Einsatz.
Nitrilhandschuhe sind beständig gegenüber Fetten und können daher auch im Kontakt mit Hautlotionen getragen werden, etwa die ARNOMED NITRIL WHITE.
Vinylhandschuhe sind sehr weich und haben eine glatte Oberfläche. Dadurch eignen sie sich besonders für Wascharbeiten, da sie sich sanft auf der Haut anfühlen und nicht an Körperhaaren ziepen.
In der Werkstatt sind Latex- und Nitrilhandschuhe die richtige Wahl, weil sie mechanischen Risiken standhalten und abriebfest sind.
Nitrilhandschuhe sind besonders beständig gegenüber Ölen, etwa die griffige PROGRIP NITRIL DIAMOND BLACK. Latexhandschuhe sind meist verhältnismäßig dick und strapazierfähig.
Greifen Sie im Umgang mit spitzen Gegenständen zu einem dickeren Handschuh wie der ARNOMED NITRIL BLACK XTRA STRONG, damit der Handschuh nicht so schnell reißt.
Für den Kontakt mit Aceton benötigen Sie Einmalhandschuhe, die nach der Europäischen Norm ISO 374 für den Umgang mit Chemikalien zugelassen sind. Das erkennen Sie am Erlenmeyerkolben-Symbol auf der Produktbox.
Die Buchstaben unter dem Piktogramm geben an, gegen welche Chemikalien der Handschuh geprüft wurde. Der Buchstabe „B“ steht für Aceton. Kommt er unter dem Piktogramm vor, wurde der Handschuh auf Beständigkeit gegenüber Aceton geprüft. Auch andere Chemikalienschutzhandschuhe nach EN ISO 374 können für den Umgang mit Aceton geeignet sein. Wie sich die Codes entschlüsseln lassen, erklärt das Institut für Arbeitsschutz der DGUV (IFA).
In den Verbandskasten gehören Einmalhandschuhe, die die Europäische Norm 455 erfüllen, denn diese Norm weist einen Handschuh als für den medizinischen Gebrauch zugelassen aus. Ihr Verbandskasten muss mindestens vier Stück, also zwei Paar, enthalten.
Für empfindliche Haut und Allergiker eignen sich latexfreie, puderfreie und akzeleratorarme Nitrilhandschuhe wie die ARNOMED NITRIL XTRA PURE. Nitril enthält keine Latexproteine, und ein geringer Anteil an Akzeleratoren senkt das Risiko für Hautreaktionen zusätzlich. Akzeleratoren sind Chemikalien, die bei der Herstellung die Härtung des Materials beschleunigen.
Einweghandschuhe mit langem Schaft schützen zusätzlich zu den Händen auch die Unterarme. Sinnvoll ist das im Umgang mit Chemikalien oder Reinigungsmitteln, wenn schädliche Substanzen spritzen können oder die Hände tief eintauchen. Ein Modell mit verlängertem Schaft ist die ARNOMED NITRIL BLUE XTRA LONG.
Einmalhandschuhe mit Grip sorgen für sicheren Halt, wenn Instrumente oder Werkstücke feucht werden. Beliebt sind sie beispielsweise in der Dentalmedizin, denn Handschuhe mit glatter Oberfläche können bei Feuchtigkeit rutschig werden. Eine griffige Oberfläche hat etwa die PROGRIP NITRIL DIAMOND BLACK mit Diamantprägung.
Die meisten Einweghandschuhe bei ARNOWA sind in den Größen S, M, L und XL erhältlich, einige Produkte zusätzlich in XS und XXL. Die Größe richtet sich nach dem Umfang Ihrer Hand an der breitesten Stelle. Wie Sie richtig messen, zeigt der Beitrag zur Handschuhgröße.
Die Einmalhandschuhe aus unterschiedlichen Materialien sind bei ARNOWA auch in unterschiedlichen Farben erhältlich.
- Nitrilhandschuhe: Weiß, Blau, Schwarz, Dunkelblau, Hellblau, Rosa, Pink, Lila, Rot, Gelb, Grün und Mintgrün
- Latexhandschuhe: Schwarz und naturfarben (leicht gelblich)
- Vinylhandschuhe: transparent
- PE-Handschuhe: transparent
Schwarze Einweghandschuhe sind vor allem in der Gastronomie sowie in Tattoo- und Kosmetikstudios beliebt, weil sie moderner aussehen als weiße oder blaue Handschuhe und Verschmutzungen auf ihnen kaum auffallen. Ein verbreitetes Modell ist die ARNOMED NITRIL MIDNIGHT BLACK.
In der Regel enthält eine Handschuhbox 100 unsterile Einmalhandschuhe. Besonders dicke Modelle sind teilweise nur zu 50 Stück je Box verpackt. Sterile Handschuhe sind immer paarweise in sterilen Tüten verpackt, die Anzahl der Paare je Box variiert.
Der Preis hängt von Material, Wandstärke, Farbe und Bestellmenge ab. Üblich sind 5 bis 15 € für eine Box mit 100 Stück, das entspricht etwa 0,05 bis 0,15 € je Handschuh. PE-Handschuhe liegen darunter, dickwandige Spezialmodelle darüber.
Am günstigsten bestellen Sie über Staffelpreise, die ARNOWA für die meisten Produkte anbietet. Je größer die Menge und je vollständiger die Verpackungseinheiten, desto niedriger fällt der Stückpreis aus. Für eine Palettenabnahme erstellt das ARNOWA-Team Ihnen gern ein individuelles Angebot.
Benutzte Einweghandschuhe gehören nicht in den gelben Sack, sondern in den Restabfall, also die graue Tonne. Da sie potenziell kontaminiert sind und mit Blut oder ähnlichen Stoffen in Berührung gekommen sein können, sollen sie nicht in den Wertstoffkreislauf gelangen.
Einmalhandschuhe sind mehrere Jahre haltbar, wenn sie kühl, trocken und vor Licht geschützt gelagert werden. Das genaue Haltbarkeitsdatum steht auf der Box, die EN 455 schreibt diese Kennzeichnung für medizinische Handschuhe vor.
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Quellenverzeichnis
- Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW): Latexallergien und Prävention.
- Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA): Technische Regeln für Gefahrstoffe TRGS 401 – Gefährdung durch Hautkontakt.
- Institut für Arbeitsschutz der DGUV (IFA): Schutzhandschuhe gegen chemische und biologische Einwirkungen – Kennzeichnung und Normung (EN ISO 374).
- Institut für Arbeitsschutz der DGUV (IFA): Schutzhandschuhe gegen chemische und biologische Einwirkungen – Häufig gestellte Fragen.
- Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN): Schutzhandschuhe – Hautschutz und Baumwollunterziehhandschuhe.
Wer hat diesen Ratgeber zu Einweghandschuhen fachlich geprüft?
Redaktion: Diesen Ratgeber hat Celina Latusek, Redakteurin & SEO-Expertin bei ARNOWA, recherchiert und verfasst.
Fachliche Prüfung: Die fachliche Richtigkeit zu Normen, Materialien und Anwendung hat Dr. Stefanie Streppel, Senior-Qualitätsmanagerin bei ARNOWA, geprüft.
Stand der fachlichen Prüfung: 14.09.2026
ARNOWA (gegründet 2011, Sitz Salzkotten) ist Hersteller der Eigenmarke ARNOMED (seit 2014) und beliefert europaweit Werkstätten, Praxen, Labore, Lebensmittelbetriebe und Unternehmen weiterer Branchen mit Einweghandschuhen und weiteren medizinischen Einwegprodukten.