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Herstellung & Geschichte von Latexhandschuhen

Die Geschichte

Latexhandschuhe werden aus Naturkautschuk bzw. Latex hergestellt. Der Rohstoff Latex wird als Saft aus dem Kautschukbaum Hevea brasiliensis (auch „Gummibaum“ genannt) gewonnen und wurde während des 15. Jahrhunderts von den Spaniern in Südamerika erbeutet und mit nach Europa gebracht. Allerdings wurde das Potenzial des Latex' erst im Jahre 1839 erkannt, als der US-amerikanische Chemiker und Erfinder Charles Goodyear zufällig eine Methode entwickelte, um das flüssige Latex in eine gummiartige Masse umzuwandeln. Diese Methode wird heutzutage als Vulkanisation bezeichnet. Bei der klassischen Vulkanisation wird dem flüssigen Latex Schwefel hinzugefügt, welches zwischen den Makromolekülen des Kautschuk Brücken bildet und das flüssige Latex somit in eine gummiartige Masse verwandelt.

Die Herstellung

Rund 50 Jahre nach dieser Entdeckung (im Jahre 1890) wurden dann erstmals Latexhandschuhe im medizinischen Sektor eingesetzt. Das flüssige Latex für die industrielle Herstellung von Latexhandschuhen wird heutzutage auf Plantagen in Thailand, Indonesien und Malaysia gewonnen. Hierzu wird in Handarbeit eine Kerbe in die Rinde des Kautschukbaumes geschlagen. Der nun austretende Saft wird in kleinen Bechern aufgefangen und anschließend zentrifugiert, um dem Latex Wasser zu entziehen. Diese Latexflüssigkeit dient nun als Grundlage für die Herstellung der Latexeinmalhandschuhe. Um das Latex in Handschuhform zu bringen, werden handförmige Keramikformen maschinell in die Latexflüssigkeit getaucht. Dieser Tauchprozess wird ein paar Mal wiederholt, damit die Latexhandschuhe etwas dicker und stabiler werden. Damit die Handschuhe gleichmäßig werden, drehen sich die Keramikformen permanent, wenn sie wieder aus der Flüssigkeit heraus kommen. Anschließend werden die mit Latex überzogenen Keramikformen durch einen Wärmebereich geleitet, damit sie trocknen. Dabei werden sie weiterhin permanent gedreht, um eine gleichmäßige Oberfläche zu gewährleisten. Wenn die Latexhandschuhe dann trocken sind, wird Luft zwischen den Handschuh und die Keramikhand geblasen, damit sie sich etwas von der Keramikform lösen. Anschließend werden die Handschuhe (entweder maschinell oder per Hand) von den Handformen abgezogen. Bevor die Latexhandschuhe dann verpackt werden können, müssen sie auskühlen. Ansonsten würde sich in den Handschuhboxen Kondensat bilden und die Handschuhe und die Boxen würden dementsprechend feucht werden. Zudem würden die Handschuhe durch die Feuchtigkeit in der Box zusammenkleben. Nach dem Auskühlen werden stichprobenartige Qualitätskontrollen durchgeführt.

Jetzt endlich können die Latexhandschuhe verpackt und zu ihren Einsatzorten auf der ganzen Welt verschickt werden. Während des Auskühlens, der Qualitätskontrollen und des Verpackens werden die handförmigen Keramikformen für den nächsten Produktionsdurchlauf vorbereitet: Zuerst werden die Formen maschinell abgebürstet, um Latexrückstände zu beseitigen. Im Anschluss daran werden die Formen in Reinigungsmittel getaucht. Schließlich werden sie noch in ein Wasserbad getaucht, um die Reinigungsmittel wieder zu entfernen.

Nun kann der gesamte Produktionsprozess wieder von vorn beginnen. In den einzelnen Produktionsschritten müssen dem Latex teilweise verschiedene Chemikalien beigemischt werden, um die unterschiedlichen Prozessschritte zu ermöglichen. Dies sind zumeist Mercaptobenothiazol (MBT), Carbamate und Thiurame. Bei einigen Herstellern sind diese Chemikalien auch in den fertigen Latexhandschuhen noch vorhanden und auch nachweisbar. Sie können eine Kontaktallergie auslösen. Daher sollte man beim Kauf von Einmalhandschuhen möglichst darauf achten, thiuram-, mercaptobenothiazol- und carbamatarme Produkte zu bevorzugen. Auch wenn diese Stoffe bei der Herstellung immer benutzt werden, gibt es Produkte, in denen diese Stoffe nicht bzw. nur geringfügig vorkommen. Dies wird dadurch ermöglicht, dass die Stoffe in nachgelagerten Prozessschritten wieder entfernt werden. Da Latexhandschuhe Auslöser einer Latex-Allergie sein können, wird der Gehalt der Latex-Proteine in den Handschuhen durch unterschiedlichste Waschverfahren vor und nach der Vulkanisation so gut wie möglich gesenkt.

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